Ablauf/Erstkontakt, Konkretes:

Kassenpatienten bis zum 21.Lebensjahr (gilt nur für Kinder und Jugendliche! ):

- Sie kontaktieren mich telefonisch oder per mail und ich melde mich so schnell wie möglich bei Ihnen, um mit Ihnen das weitere Vorgehen zu besprechen

- Im Erstgespräch werden Sie gebeten, gemeinsam mit ihrem Kind/ Jugendlichen zu erscheinen. Dies dient einem gemeinsamen ersten "Kennenlernen", der Klärung ihres Anliegens an mich und der gemeinsamen Zielklärung

- Bei der Krankenkasse/privaten Kasse werden 5 probatorische ("Probe"-) sitzungen und im weiteren eine Kurzzeit-oder Langzeittherapie für ihr Kind/ den Jugendlichen vereinbart

- Sitzungen dauern 50 Min. und finden wöchentlich statt. Eine Sitzung pro Monat ist als Termin für die Eltern und Beratung der Eltern/Angehörigen vorgesehen

 

Anhand eines typischen Ablaufs soll eine Psychotherapie bei mir  kurz erläutert werden:

Im Erstgespräch geht es um das Kennenlernen. Ich lerne das Kind und seine Eltern oder Betreuungspersonen kennen. Ich erfahre meistens etwas über seine Stärken und auch über das Problem, was in die Behandlung geführt hat. Ich erfahre etwas darüber, wie die bisherige Entwicklungsgeschichte des Kindes verlaufen ist, und in welchen familiären Verhältnissen es lebt. Ich erfahre etwas darüber, welche Lösungsversuche das Kind oder seine Umgebung schon unternommen hat, und was bisher geholfen hat.

 

Zu Beginn wird oft eine Diagnostik durchgeführt, um eine bestimmte Diagnose abzuklären oder z.B. eine Über-/Unterforderung eines Kindes in der Schule mithilfe von Tests oder Fragebögen auszuschließen. Ich vereinbare außerdem z.B. mehrere Termine, in denen ich das Kind zunächst alleine kennenlerne, mit ihm in Kontakt oder in Beziehung gehe, mit ihm spreche. Im Anschluss an diese erste Diagnostik-Phase führe ich oft ein Gespräch mit den Eltern alleine, um die Ergebnisse der durchgeführten Tests (z.B. Intelligenztest) offen zu legen und zu besprechen, um z.B. weitere Schritte einzuleiten. Manchmal ergibt sich an diesem Punkt auch, das gar keine psychotherapeutische Behandlung  notwendig ist, sondern vielleicht andere Hilfe-/Fördermaßnahmen (z.B. Ergotherapie, Unterstützung durch Jugendamt/Erziehungsberatung, Heilpädagogik, Schulwechsel, etc.).

 

Wenn aber eine Psychotherapie als sinnvoll erachtet wird, und gemeinsam mit Eltern und Kind klare Ziele festgelegt wurden, kann eine Psychotherapie bei den Krankenkassen beantragt werden. Dies erfolgt meist nach 3-5 ersten Sitzungen, nach denen ich Patienten bzw. Eltern Antragsformulare mitgebe, die ausgefüllt wieder an mich zurück gegeben werden. Außerdem ist ein Besuch beim Haus-/Kinderarzt/Kinder-und Jugendpsychiater notwendig, der den so genannten „Konsiliarbericht“ ausfüllt.

 

Wenn der Antrag auf Psychotherapie bei der Krankenkasse bewilligt wurde (25 Sitzungen plus 6 für die Angehörigen oder 45 Sitzungen plus 11 für die Eltern), können wöchentliche Sitzungen oder Sitzungen alle 14 Tage vereinbart werden, je nach Problemlage und Alter des Kindes/Jugendlichen. Die Sitzungen dauern 50 Minuten (Einzeltherapie) oder 90 Minuten (Gruppentherapie). Einmal im Monat finden bei Kindern Elterngespräche statt, in denen darüber gesprochen werden kann, welche Fortschritte beim  Kind/ Jugendlichen aus Sicht der Angehörigen schon zu beobachten sind, oder welche Schwierigkeiten sich ergeben. Es erfolgt also ein regelmäßiger Austausch und eine ständige Überprüfung der vereinbarten Ziele und eingesetzten Methoden.

 

Besonders wichtig und Voraussetzung für das Gelingen einer Psychotherapie und deren Erfolg ist immer die Beziehung zwischen der Therapeutin und dem Patienten. Dies bedeutet, dass „die Chemie“ stimmen muss, dass sich alle beteiligten Parteien wohl fühlen. Bei Kindern braucht es oft einige Zeit, um Vertrauen zu fassen und über Schwierigkeiten zu sprechen, da Kinder nicht immer einen so genannten „Leidensdruck“ haben. Deshalb erfolgt zu Beginn einer Therapie eine ausgiebige Kennenlernphase, in der der Beziehungsaufbau im Vordergrund steht. Dies bedeutet bei Kindern, dass wir z.B. gemeinsam spielen. Im Spiel lassen sich viele Handlungs-und Denkmuster  eines Kindes erkennen, es zeigt oft auch seine emotionale Seite, seine Interessen und den sozialen Umgang im Spiel. Zudem ist das Spiel bei jüngeren Kindern der Zugang, der bei Erwachsenen das Reden ist.

 

Eine Therapie gilt dann als abgeschlossen, wenn die zu Anfangs definierten Ziele (der „Auftrag“, den die Familie/der Jugendliche mir gibt), als erreicht angesehen werden können. Eine Psychotherapie wird nicht plötzlich beendet, sondern es finden zum Ende hin z.B. nur noch Termine zwei Mal im Quartal statt, um die Therapieerfolge weiter zu überprüfen. Wenn die individuellen Ziele erreicht sind und das  Problemverhalten deutlich zurückgegangen ist oder nicht mehr besteht, wird eine Psychotherapie abgeschlossen. Auch dies erfolgt „transparent“, das heißt in Absprache mit Kind/Jugendlichem und den Angehörigen.

Zu Beginn und im Verlauf einer Psychotherapie tausche ich mich, wenn eine Schweigepflichtsentbindung vorliegt, eng mit anderen beteiligten Institutionen und Personen aus, wenn dies gewünscht ist. Dies ist häufig der Lehrer eines Kindes oder das zuständige Jugendamt, falls eine Hilfe bereits in einer Familie installiert ist. Zudem ist dies der Kinderarzt/ die Kinderärztin, oder andere Behandler (Ergotherapie, etc.), die im Kontakt zum Kind/Jugendlichen stehen.

 

Privatpatienten ( Kinder, Jugendliche und Erwachsene ):

Bitte nehmen Sie Kontakt zu ihrer Krankenkasse auf und lassen sich die notwendigen Formulare zusenden. Gern stehe ich Ihnen dabei unterstützend zur Seite. In der Regel übernehmen die privaten Krankenkassen die Kosten meiner psychotherapeutischen Behandlung.