Häufige Fragen zur Psychotherapie

 

bei Kindern und Jugendlichen

 

Wie lange dauert eine Psychotherapie?

 

      Nach den 5 probatorischen Sitzungen zu Beginn wird entweder eine Kurzzeittherapie (25 Sitzungen Kind plus 6 für die Eltern) oder eine Langzeittherapie (45 Sitzungen Kind/Jugendlicher und 11 Sitzungen für die Eltern) von mir beantragt. Dazu muss ein externer Gutachter bei der Krankenkasse meinen Antrag auf Psychotherapie beurteilen und die Therapie genehmigen. Das kann nach Beantragung bis zu drei oder vier Wochen dauern.

 

  Im Verlauf der Therapie kann es sein, dass man die beantragten Stunden nicht komplett braucht und schon schnell Verbesserungen erzielt werden. Dann kann eine Therapie auch vor Ablauf der 25 bzw. 45 Sitzungen beendet werden. Dies passiert in gemeinsamer Absprache zwischen Patient und Therapeutin/in

 

 

  Was sind die 5 probatorischen Sitzungen und was passiert danach?

 

 Das sind die ersten 5 Sitzungen in einer Psychotherapie, die dazu dienen, sich

kennenzulernen, etwas über den Patienten, seine Lebensgeschichte, sein Problem zu erfahren

und Ziele für eine Therapie zu benennen. es können Tests nötig sein oder Fragebögen

ausgefüllt werden, um eine Diagnostik durchzuführen.

 

  Nach den 5 probatorischen Sitzungen wird dann Kurz-oder Langezeittherapie beantragt. Im Verlauf der probatorischen Sitzungen gebe ich einen "Konsiliarbericht" mit, der vom Haus-/Kinderarzt ausgefüllt werden muss und danach von mir an die Krankenkasse weitergeleitet wird.

 

 

 Was ist Verhaltenstherapie?

 

  Verhaltenstherapie erfordert eine stärkere Mitarbeit des Patienten und der Therapeut wird eher als "Coach" gesehen, der den Patienten aktiv dazu bringt, seine individuellen Ziele zu erreichen. Verhaltenstherapie ist eine sehr erfolgreiche Behandlungsmethode, was durch zahleiche Studien nachgewiesen wurde.

 

   

 

"Wann ist eine Therapie "erfolgreich?"

 

  Heute weiß man durch verschiedene Studien, dass der Erfolg einer Psychotherapie sehr stark mit der "Beziehung" zum Therapeuten/der Therapeutin zusammenhängt. Das bedeutet: je wohler man sich fühlt, je mehr man sich verstanden fühlt, und es "einfach passt", desto eher ist man auch bereit, umzusetzen, was der Therapeut vorschlägt und Veränderung aktiv in Gang zu bringen. Grundvorrausetzung ist aber immer, dass man als Patient und als Familie bereit ist, etwas verändern zu wollen und etwas dafür zu tun, dass sich etwas positiv verändert. Diese Verantwortung liegt beim Patienten und seinen Angehörigen, d.h. das Erarbeitete auch umzusetzen. Es gibt ein Sprichwort, das sagt: "Ein Acker wird nicht umgegraben, indem man darüber nachdenkt, ihn umzugraben". Das bedeutet: gerade in der Verhaltenstherapie ist aktive Mitarbeit erforderlich.

 

 

 Was sind Ziele einer Psychotherapie?

 

  Ziele sind, was jeder Patient/Patientin oder die Eltern zu Beginn einer Therapie benennen: Woran würde man persönlich festmachen, dass eine Therapie erfolgreich war? Was sind Wünsche, woran man arbeiten möchte? Was soll besser werden? Der Therapeut/die Therapeutin setzt diese Ziele gemeinsam mit der Familie bzw. dem Patienten fest. Grundsätzlich gilt eine Therapie natürlich dann als erfolgreich, wenn das "Symptom", z.B. Traurigkeit, Selbstverletzung, Tics, oder ähnliches, weniger geworden ist bzw. nicht mehr da ist.

 

 

 Was ist, wenn ich mal einen Termin absagen muss?

 

  Dann bitte immer 24 Stunden vorher auf meinen Anrufbeantworter sprechen. Bitte Termine nicht per e-mail absagen, da ich meine e-mails nicht alle paar Stunden nachlese. Bei akuter Krankheit/Unfall oder ähnlichem kann ein ärztliches Attest vorgelegt werden. Erfolgt eine Absage zu kurzfristig, muss ich leider ein "Ausfallhonorar" schreiben, also eine Rechnung über 45 Euro (Hälfte des derzeitigen Kassensatzes). Ich arbeite als Bestellpraxis, d.h. bei zu kurzfristiger Absage kann ich den Termin sonst nicht anderweitig vergeben und habe einen finanziellen Verlust.

 

 

 Wann und wie häufig finden Termine statt?

 

  Da die Nachmittagstermine erfahrungsgemäß immer "ausgebucht" sind, beginnt man meistens

  vormittags mit den Therapiestunden und "rutscht" dann nach einiger Zeit in den Wunsch-

Termin am Nachmittag.

 

  Ich kann auch Bescheinigungen für Schule ausstellen, (nach Entbindung von der Schweigepflicht), dass da Kind/der Jugendliche zu mir in Therapie geht. Viele Schulen sind sehr verständnisvoll.

 

  Je nach Problemlage finden die Termine dann entweder 14tägig oder wöchentlich immer um

  die gleiche Zeit und am selben Tag statt.

 

 

 Was bedeutet Schweigepflicht?

 

  Als Psychotherapeutin unterliege ich der Schweigepflicht. Das heißt, ich darf nichts von dem, was in den Stunden besprochen wird, an Dritte weitergeben. Auch den Eltern gegenüber hab ich Schweigepflicht. Es sei denn, die Jugendlichen/Kinder geben mir ihr Einverständnis, dass ich Informationen weitergeben darf. Bei einer schriftlichen Entbindung von der Schweigepflicht darf ich dann bestimmten, von den Eltern zu bestimmenden, Ärzten oder Lehrern Informationen weitergeben.

 

 

  Wie werden Eltern einbezogen?

 

  Bei jüngeren Kindern werden Eltern stärker in den therapeutischen Prozess mit einbezogen als bei Jugendlichen. Grundsätzlich werden Eltern-Sitzungen bei der Kasse mit beantragt und finden meistens einmal pro Monat statt.